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Barmbeker Initiative gegen Rechts wird von der AfD gestört – nach Polizeieinsatz räumt AfD das Feld

Pressemitteilung der Barmbeker Initiative gegen Rechts

Mitglieder der Barmbeker Initiative gegen Rechts haben heute Vormittag, wie auch schon vor 14 Tagen, an der Kreuzung Hartzloh/Fuhle vor dem Wochenmarkt Infomaterial über den Thor Steinar vertreibenden Bekleidungsladen, Nordic Company, verteilt. In Flyern informieren wird darüber, dass Thor Steinar eine gewaltverherrlichende Modemarke ist und aufgrund der Verwendung mehrdeutiger Symbolik (Runen) sowie deutlichen Bezügen zum Faschismus bei Nazis und Rechtsextremen sehr beliebt ist. „Uns ist es wichtig, den Barmbekerinnen und Barmbeker bewusst zu machen, dass nicht nur der Vertrieb ihrer Klamotten Grund für Protest liefert, sondern vor allem die Tatsache, dass der Laden einen Treff- und Bezugspunkt für die rechtsextreme Szene darstellt und zur Ideologisierung gemäßigter Rechter zum Extremismus dient“, betont Andrea K., Mitglied der Barmbeker Initiative gegen Rechts.

Zeitgleich hatte die AfD einen Infostand vor der Haspa an derselben Kreuzung. Nach ursprünglicher Bekundung, sie seien auch gegen Nazi-Klamotten in Barmbek, versuchten sie uns immer wieder in Gespräche zu verwickeln, stellten sich vor uns auf, um uns den Weg zu versperren und pöbelten auf uns ein, wir hätten etwas gegen Araber, da sie davon ausgingen, Thor Steinar befände sich immer noch im Besitz einer Gesellschaft aus Dubai, was seit 2010 nicht mehr der Fall ist. Da wir uns weder belästigen noch abhalten ließen, über unsere Aktivitäten gegen Nordic Company zu informieren, rief ein Mitglied der AfD die Polizei. Die kam auch mit Blaulicht in drei Einsatzwagen. Auf die Frage einer Passantin, warum sie denn mit so vielen Einsatzwagen vor Ort auftauchten, schließlich sei ja nichts los, hieß es, die Einsatzstärke richte sich nach dem Inhalt der Meldung. Mit anderen Worten, das Mitglied der AfD muss die Situation deutlich anders wahrgenommen und geschildert haben, als es objektiv der Fall war. Die Polizei erteilte uns einen Platzverweis für die Haspa-Ecke der Kreuzung. Selbstverständlich durften wir auf den anderen 3 Ecken der Kreuzung weiter verteilen. Die Passantinnen und Passanten solidarisierten sich sofort mit uns und riefen, die Polizei solle die AfD aus Barmbek vertreiben, denn „Barmbek ist bunt“. Eine Passantin sagte gegenüber der Polizei aus, dass die AfDler die Mitglieder der Ini störten und belästigten und nicht umgekehrt.

„Wir sind sehr erfreut über die Solidarität und den Zuspruch der Barmbekerinnen und Barmbeker, was sich auch beim Verteilen bemerkbar macht. Das ermuntert uns weiterzumachen. Dass Mitglieder der AfD eine eigenwillige Wahrnehmung der Realität haben, überrascht wenig, sonst wären sie wohl kaum in der AfD. Erst Zuspruch bekunden, dann der Versuch abzulenken und abzuhalten, als alles nichts nützt, die Polizei zu rufen, spricht Bände. Offensichtlich ist die AfD doch nicht so ganz gegen Nazi-Klamotten. Dass die Polizei vor Ort blieb, passte den AfDlern auch nicht und sie packten nach ca. 20min Polizeipräsenz genervt unter Beifall der Passant_innen ein“, kommentiert Rachid Messaoudi, Mitglied der Barmbeker Initiative gegen Rechts.

„Ab den 15.04. ab 11:00 Uhr werden wir samstags mit einer Mahnwache in direkter Nähe des Geschäfts, Nordic Company, anfangen. Dienstags wie donnerstags werden ab 17:00 Uhr vor Ort sein. Über Helferinnen und Helfer freuen wir uns. Kontakt kann über das Bürgerhaus Barmbek oder über wlmailhtml:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. <mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.> hergestellt werden. Für den 20. Mai planen wir eine große Demo“, informiert abschließend Annemarie K.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne per Mail sowie telefonisch zur Verfügung unter 0178 51 31 571.

Mit besten Grüßen
Rachid Messaoudi
Barmbeker Initiative gegen Rechts