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HSV-Antrag erinnert AfD-Vize an Zeit von 1933 bis 1945

Nach dem Antrag, dass AfD-Mitglieder im HSV nichts zu suchen hätten, reagiert deren Bundesvize Kay Gottschalk empört – und zieht zweifelhafte historische Vergleiche. Der Antragsteller kontert.

Es sind gerade aufreibende Tage für Kay Gottschalk, stellvertretender Bundesvorsitzender der AfD. Beim Neujahrsempfang der Partei in Krefeld am Mittwoch lederte der 52-Jährige gegen das Vorgehen türkischer Soldaten in Syrien und forderte: „Ich rufe alle Bürger guten Willens auf: Boykottiert die Läden der Türken in Deutschland, denn die fahren zu 70 Prozent auf Erdogan ab.“

Zugleich echauffiert sich Gottschalk über den Antrag eines Mitglieds des Hamburger SV, all jene aus dem Verein auszuschließen, die zeitgleich auch ein Parteibuch der AfD besitzen. Der ehemalige Vorsitzende des Seniorenrates, Peter Gottschalk, hatte beantragt, dass „AfD-Mitglieder oder gleichgesinnte Personen nicht Mitglied im Hamburger Sport-Verein“ sein sollen. „Kein Platz für Rassismus! Toleranz und Solidarität sind Werte, die innerhalb jeder Sportart zählen.“

Für Namensvetter Kay Gottschalk ein absoluter Affront: „Das ist ein ungeheuerliches Demokratieverständnis“, sagte er nun bei einem Pressegespräch im Bundestag. AfD-Gottschalk ist selbst HSV-Mitglied, wäre von einer solchen Entscheidung betroffen. Die AfD sei eine demokratische Partei, der HSV ein gemeinnütziger Verein, man solle Politik und Sport voneinander trennen. Das ist seine Botschaft. „Was ist denn, wenn ein HSV-Spieler AfD-Mitglied ist? Fliegt der dann aus der Mannschaft?“

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