Andrea Röpke/Maik Baumgärtner, Blick nach Rechts
Ausgerechnet im ehemaligen NS-„Reichsmusterdorf“ Benz-Briest feierten die mecklenburgischen Neonazis am vergangenen Sonntag ungestört ihr Erntedankfest. Dort, wo bis vor einiger Zeit noch Hakenkreuz und andere Runen das Gebälk der Backsteinhäuser zierten, trafen sich über 100 Neonazis aus Norddeutschland. Auf dem weitläufigen Gelände des ehemaligen Edelsteinhändlers und Uhrmachers Udo Pastörs, Fraktionschef der NPD im Schweriner Landtag, neben Villa und Buchsbaumanlage, hatten die Organisatoren zwei große Zelte und diverse Stände aufgebaut.
Zahlreiche
Autos unter anderem aus Ratzeburg, Hamburg, Lüneburg, Wismar, Nordwestmecklenburg und der heimischen Region parkten auf der gegenüberliegende Weide.
Geladen hatten neben dem NPD-Kreisverband Westmecklenburg unter Andreas Theißen auch noch die „Gemeinschaft Deutscher Frauen“, die Jungen Nationaldemokraten sowie ein „Freundeskreis Thinghaus“ um Sven Krüger und „Mutter- und Kindgruppen“. So war es auch nicht verwunderlich, dass die Gäste in sehr traditioneller völkischer Kleidung anreisten. Alt und jung waren vertreten. Zur Deckung der Unkosten war eine kleine „Spende“ erbeten worden.