Pressemitteilung

Gedenken zum Jahrestag des Anschlags in Hanau

Die rassistische Gewalttat von Hanau jährt sich am 19. Februar zum sechsten Mal. Wie in den ergangenen Jahren ruft das Hamburger Bündnis gegen Rechts aus diesem Anlass zu einer Gedenkdemonstration auf. Die Demonstration beginnt am Samstag, den 21.02.2026, um 14 Uhr auf dem Harburger Rathausplatz und führt anschließend durch den Stadtteil. Mit der Demonstration wollen die Veranstalter:innen an die Ermordeten erinnern und ein Zeichen gegen Rassismus sowie für eine offene Gesellschaft setzen. Am 19. Februar 2020 wurden in Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven ermordet. Am 10. Januar dieses Jahres starb Ibrahim Akkuş an den Spätfolgen seiner Verletzungen durch den Anschlag.

„Die Taten des Mörders in Hanau waren kein Einzelfall, sondern müssen als Folge von rassistischer Hetze und Ausgrenzung verstanden werden“, sagt Malte Peters vom Hamburger Bündnis gegen Rechts. „Diese Politik hält an: Wir erleben heute, dass immer mehr Parteien Abschottung und die Entrechtung von Geflüchteten und Migrant:innen fordern, während der Bundeskanzler rassistische Ressentiments bedient. Worte schaffen ein Klima, aus dem Gewalt entsteht.“


Die Veranstalter:innen rufen zu einem mahnenden Gedenken an die Opfer und zu einer vollständigen Aufklärung des Anschlags auf. Sie unterstützen die Forderungen der Initiative 19. Februar aus Hanau: „Wir fordern genaues Zuhören und echte Solidarität mit den Betroffenen. Solange wir nicht als gleichwertiger Teil dieser Gesellschaft anerkannt werden, sind rechte Gewalt und Ausgrenzung keine Ausnahme – sie sind die Folge dieses Zustands. Für die Verantwortlichen darf es kein „Weiter so“ geben. Nicht für die, die schweigen. Nicht für die, die wegsehen. Nicht für die, die vertuschen. Und nicht für die, die Täter schützen statt der Opfer.“

Demonstration Samstag, den 21.02.2026, 14 Uhr Harburger Rathausplatz

Hamburger Bündnis gegen Rechts